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FinanceScout24 analysiert das Kreditverhalten im Corona-Jahr

Pressemitteilung -

FinanceScout24 analysiert das Kreditverhalten im Corona-Jahr

Vor knapp zwölf Monaten verkündete der Bundesrat in der Schweiz die ausserordentliche Lage. 2020 war ein Jahr der Extreme: die erste und die zweite Welle der COVID-19-Infektionen, Lockdown und Öffnungsmassnahmen, die neue Normalität mit Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht. Das alles wirkte sich nicht nur auf die Stimmung der Menschen aus, sondern auch auf Konsumgewohnheiten, Investitions- und Kreditentscheidungen. Wie sah es im Corona-Jahr mit privaten Kreditanfragen aus?

Im Januar vergangenen Jahres war SARS-CoV-2 ein neuartiges Virus, das zu der Zeit hauptsächlich auf China und dessen Nachbarländer begrenzt und in der Schweiz noch kein Thema war. Saisontypisch war die durchschnittlich angefragte Kreditsumme im Januar auf dem Jahrestiefstand. Die Analyse von FinanceScout24 von etwa 150'000 privaten Kreditanfragen zeigt, dass schon bald die Winterruhe vorbei war und viele Schweizerinnen und Schweizer ihre Pläne für das Jahr 2020 umsetzen wollten: Im Februar stieg die angefragte Summe für Konsumkredite um 11.74 Prozent im Vergleich zum Januar.

Lockdown durchkreuzt Jahresplanung
Während des Lockdowns im März und April 2020 legten offenbar viele ihre Pläne auf Eis, denn die durchschnittlich angefragte Kreditsumme in den Frühjahrsmonaten war deutlich niedriger als im Februar. Nach den ersten Lockerungen im Mai erhöhte sie sich wieder und pendelte sich über die Sommermonate auf einem mittleren Niveau ein. Einen markanten Anstieg gab es aber erst im Herbst, der sich auch während der «zweiten Welle» fortsetzte. Im Dezember 2020 lagen die durchschnittlichen Kreditbeträge rund 24 Prozent höher als zu Beginn des Corona-Jahres.

Kreditspezialistin Angela Lopes von FinanceScout24 schätzt diese Entwicklung so ein: «Der Anstieg der Kreditsumme im Winter 2020 hat wahrscheinlich damit zu tun, dass aufgrund der pandemiebedingten Unsicherheit im Frühjahr und im Sommer viele Investitionen zunächst aufgeschoben und dann erst kurz vor Weihnachten getätigt wurden. Ein weiterer Grund könnte sein, dass manche Banken in den Wintermonaten ihre restriktive Politik ein wenig gelockert haben.»

Mehr Kreditanfragen aus der Deutschschweiz
Im kantonalen Vergleich kamen die meisten Kreditanfragen aus den bevölkerungsreichsten Kantonen der Deutschschweiz. Dabei bildeten der Kanton Zürich mit 18 Prozent aller Anfragen, der Kanton Bern (11.6 Prozent) und der Kanton Aargau (9.3 Prozent) die Top 3. Aufgeschlüsselt nach der durchschnittlich höchsten Kreditsumme landete der Kanton Zug (37‘461 Franken) auf Platz eins, gefolgt vom Kanton Zürich (35‘110 Franken) und dem Kanton Basel-Stadt (33‘339 Franken). Das Schlusslicht bildete der Kanton Wallis (28‘404 Franken).

Die Unsicherheit bleibt
Trotz erneutem Shutdown, dem anlaufenden Impfprogramm und sinkender Infektionszahlen in der Schweiz ist auch der Jahresanfang 2021 von Unsicherheit geprägt. «Wie sich die generelle Verunsicherung auf Kreditanfragen im Jahr 2021 auswirken wird, ist im Detail schwer vorherzusagen. Doch je länger die Corona-Krise und deren Auswirkungen andauern, desto grösser wird der finanzielle Druck auf die Bevölkerung. Daher ist nicht mit einem starken Rückgang der Kreditanfragen zu rechnen. Vermutlich bleibt es im Vergleich zu den Jahren davor unverändert, da die Banken sich mit der Pandemie arrangieren und immer mehr ihre Risikopolitik lockern», sagt Angela Lopes, Kreditspezialistin bei FinanceScout24.

Noch mehr Informationen zum Kreditverhalten im Corona-Jahr gibt es auf financescout24.ch.

Datengrundlage
Die Daten basieren auf einer Erhebung von FinanceScout24. Es wurden etwa 150‘000 Kreditanfragen sowie die durchschnittlich angefragte Kreditsumme aus dem Jahr 2020 auf
www.financescout24.ch analysiert.

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Daniel de Carvalho

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